Bayern München - Das Hitzfeld-Missverständnis
January 3rd, 2008 by anshalagenewsDass der neue alte Bayerntrainer im Sommer geht, kommt nicht überraschend. Anders als vom Mangement erwartet, steht er nicht für den Neuanfang des Teams. Von FOCUS-Online-Redakteur Martin Vogt
Der „General“ Ottmar Hitzfeld hat am 2. Januar offiziell verkündet, dass er im Sommer den FC Bayern verlassen wird. Zuvor hatte Hoeneß den Abschied in der Presse bereits anklingen lassen. Den Fußballherbst 2007 hatte durch die Bundesliga-Brille vor allem eine Frage beherrscht: Bleibt Ottmar Hitzfeld über die laufende Saison hinaus oder geht er nach Erfüllung seines Einjahresvertrags? Die Frage ist nun geklärt: Er wird gehen. Zwischenzeitlich schien Hitzfelds Zukunft in München sogar noch früher vorbei zu sein. Nach einer Serie von Unentschieden in Bundesliga und Uefa-Cup hätte eine Niederlage im abschließenden Gruppenspiel gegen Saloniki wohl ein doppeltes vorzeitiges Ausscheiden bedeutet – das des Rekordmeister aus dem Wettbewerb und jenes des Trainers aus seinem Job in München.
Kantersieg verhinderte frühere Trennung
Der 6:0-Erfolg gegen die Griechen beendete zwar beide Spekulationen, aber Hitzfelds Entschluss, München den Rücken zu kehren, dürfte an jenem Donnerstag vor Weihnachten längst festgestanden haben. Und vermutlich ist der Wahlschweizer seiner Demission – nichts anderes wäre die Nicht-Verlängerung des Vertrages über den 30. Juni hinaus gewesen – zuvorgekommen. Die Bayern-Bosse ihrerseits dürften aufgeatmet haben, denn in der Säbener Straße tut man sich schwer damit, die Zusammenarbeit mit eigentlich honorigen Trainern aufzugeben. Das war bei Hitzfelds erstem Engagement nicht anders. Und doch scheint es richtig, ja geradezu unausweichlich, die Zusammenarbeit über die laufende Saison nicht fortzusetzen.
Formal erfolgreich
Stopp, werden statistisch bewanderte Fußballfans jetzt einwenden. Formal steht der Rekordmeister mit seinem Trainer Ottmar Hitzfeld schließlich mit blütenweißer Weste da. In Uefa-Cup und DFB-Pokal ist Bayern weiter, in der Bundesliga gelang bei nur einer Niederlage die Herbstmeisterschaft. Statistisch betrachtet ist die Mannschaft damit so gut wie Meister. Dass Hitzfelds letzter Arbeitstag dennoch der 17. Mai mit dem abschließenden Heimspiel gegen Hertha BSC sein wird – vermutlich wird er an jenem Tag die Meisterschale in der Allianz-Arena hochhalten – dürfte in erster Linie der Abwärtstendenz der vergangenen Monate geschuldet sein. Bayern München Furiose Rückkehr im Winter Seite 1/3 Das Hitzfeld-MissverständnisFuriose Rückkehr im WinterWas passieren muss
Der positive Trend setzt sich nach Ansicht von Experten fort Der Aufschwung sei nicht vorbei, „die Konjunkturdynamik wird sich allerdings verlangsamen“, sagte Franz der „Passauer Neuen Presse“ am Donnerstag. Der Sachverständigenrat rechne mit einem Wachstum von 1,9 Prozent. „Dennoch können wir vorsichtig optimistisch sein, dass das neue Jahr ein zufriedenstellendes wird.“ Auf dem Arbeitsmarkt werde es im Jahresschnitt nur noch 3,5 Millionen Arbeitslose geben. ZUM THEMA
Der Chef und sein Kritiker: Westerwelle (l.) und Gerhardt Der Ruf des früheren FDP-Fraktionschefs Wolfgang Gerhardt nach einer stärkeren Profilierung der Liberalen sorgte für großen Unmut in der Parteiführung. FDP-Chef Guido Westerwelle werte das Manifest und die Äußerungen des früheren liberalen Frontmanns als „kapitalen Angriff“, hieß es am Donnerstag in FDP-Parteikreisen. Er sei zudem verwundert und überrascht darüber, dass Gerhardt den „Rücktritt vom Rücktritt“ erklärt habe und entgegen früheren Aussagen 2009 nun doch erneut für den Bundestag kandidieren wolle. Damit trage Gerhardt unmittelbar vor den Landtagswahlen in Hessen am 27. Januar personelle Unruhe in den dortigen FDP-Landesverband. Zudem wundere sich Westerwelle auch, dass Gerhardt ihm erklären wolle, wie Wahlen zu gewinnen seien, hieß es weiter. ZUM THEMA
US-Schauspielerin Lindsay Lohan Eigentlich war die skandalträchtige US-Schauspielerin auf die süditalienische Insel gekommen, um einen Preis beim „Capri Film Festival“ entgegenzunehmen. Anschließend habe sie aber die Chance genutzt, sich mit mehreren charmanten Südländern zu vergnügen, berichteten italienische Medien.
Laut englischen Medienberichten ist der deutsche Rekordmeister an dem Bulgaren interessiert. In England plant Stürmer Berbatow offenbar seinen Abschied aus der Premier League und die Rückkehr nach Deutschland. „Dimitar hat mir gesagt, dass Bayern München der einzige Club in Deutschland ist, zu dem er wechseln würde“, sagte dessen Berater Emil Dantschew dem Internetportal „SPOX.com“. Eine Kontaktaufnahme habe zwar noch nicht stattgefunden, „aber Dimitar wird Ende Januar 27 Jahre alt. Da will er endlich anfangen, Titel zu gewinnen.“ Berbatow war im Sommer 2006 für 16,5 Millionen Euro von Bayer Leverkusen nach England gewechselt. ZUM THEMA